Geiz

Ich halte mich für einen sehr sparsamen Menschen. An manchen Stellen neige ich auch zum Geiz. Ich drehe nicht unbedingt jede Münze dreimal herum, bevor ich sie ausgebe, trotzdem hinterfrage ich Ausgaben regelmäßig. Das betrifft den Kauf von Kleidung für mich, Kleidung für meine Frau, Interieur und andere Anschaffung im Haushalt.

Seit der Geburt des Thronfolgers ertappe ich mich nun immer wieder dabei, wie ich die Ausgaben für den Kleinen infrage stelle. Da passiert es immer wieder, wenn ich von meiner Frau mit neuen (notwendigen) Anschaffungen konfrontiert werde, dass ich als Erstes im Kopf durchrechne, was dafür wohl an Geld floss.

Dabei ist es nicht sonderlich notwendig. Klar, in der Elternzeit ist das Einkommen geringer als normal, jedoch benötigt der Zwerg Kleidung etc. Im Alltag finden sich außerdem immer wieder Stolpersteine oder Minibaustellen, die vorher nicht so sichtbar waren, aber durch eine bestimmte Anschaffung beseitigt werden können. Ein Beispiel dafür ist auch der Umstieg von Einweg- auf Stoffwindeln. In der Anschaffung waren diese erst einmal teuer, aber schaut man auf das Ergebnis — weniger Müll und Chemie am Hintern des Kindes — hat sich die Investition gelohnt. Und unterm Strich sparen wir auch noch Geld, da die Windeln auf längere Sicht günstiger sind.

Als ich Kind war, hatte ich selten das Gefühl, dass mein Vater oder meine Mutter so bedacht mit unseren Ausgaben war, wie ich es heute bin. Nach dem Tod meines Vaters wurde mir aber auch klar, dass wir viele Jahre auf Pump gelebt haben. Es waren keine Unsummen, aber es machte mir deutlich, dass es manchmal derartige Hilfe braucht. Vor allem, wenn beide Elternteile in Minijobs bzw. Rente jobben. Ich glaube, das ist auch ein Grund, warum ich versuche so bedacht mit Geld umzugehen.

Mein Ziel für die Zukunft des Minikloßes: Von Anfang an dem Kind ein gesundes Verhältnis zu Geld beibringen. Sei es durch Taschengeld oder Ähnlichem. Außerdem möchte ich Transparenz bei unseren „Investitionen“ vermitteln. So bekommt er vielleicht ein besseres Gefühl mit Geld umzugehen als ich.

Aber wer weiß, ob in vier bis fünf Jahren überhaupt noch Geld notwendig ist ;).

 

2 Kommentare

  1. Katrin sagt:

    Sehr spannend! Das geht ja schon im mutterleib los wenn der Kinderwagen gekauft wird, etc xD
    Wie ihr wisst, sparen wir bei der Sicherheit nicht, eben beim Autositz und auch der kinderwagen musste praktisch ins Auto passen, ist aber second hand gewesen. Wir ziehen J. Im kindergarten nur den absoluten Shit an Klamotten an, weil es eh kaputt geht. Alles andere lassen wir uns schenken und ziehen zu Ostern und Co die Geschenkbudgets zusammen. Aber ja, ein Kind kostet Geld. Die Betreuungskosten, Essenskosten… aber was mir persönlich wirklich Kopfzerbrechen bereitet ist die Ausbildung später. Momentan ist es eher Spaß im Vergleich was da mal
    Kommen wird o_o

    • Chris sagt:

      An das Thema Ausbildung denke ich beispielsweise noch gar nicht, da ja Schule noch weit in der Zukunft liegt und vielleicht gibt’s da dann bessere Möglichkeiten. Aber stimmt: Die Kosten werden nicht weniger.

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