Urlaub

Unser letzter (Kurz-)Urlaub ist nun schon wieder ein Monat her, dennoch möchte ich ihn als Anlass nehmen, über das Thema „Urlaub“ zu schreiben. Immerhin war diese kurze Auszeit im beschaulichen Quedlinburg der erste Urlaub mit Kind.

Es gab drei Punkte, die über scheitern und gelingen unseres Urlaubs entscheiden sollten:

  1. Die An- und Abreise
  2. Die Übernachtung
  3. Die Routinen

1. Die An- und Abreise

Schon hier zeigt sich, ob der Urlaub gut beginnt bzw. ob man diesen vielleicht verlängern sollte. Vor der Abfahrt stand bereits fest: Reisen mit Kindern ist nicht ganz so trivial, wie man sich vielleicht vorstellt. Als Erwachsene/r kann man eine gewisse Portion Geduld während Zug- oder Autofahrten aufbringen. Bei Kindern, vor allem den kleinen Exemplaren, fehlt es daran komplett.

Wir haben uns bewusst für eine kurze Strecke entschieden, um herauszufinden, wie der Youngster eigentlich aufs Reise reagiert, und hatten zumindest auf der Hinfahrt schon Glück. Der Thronfolger war bei der Anreise zwar die komplette Fahrtzeit, etwa zweieinhalb Stunden, hat diese, aber ohne zu meckern überstanden. Das macht viel aus, wenn man ankommt und nicht erst mal total erschöpft ist, aufgrund von Quengeleien oder ständigem Gemecker.

Die Rückreise stellte sich etwas komplizierter dar, da wir noch einen Abstecher bei Freunden in Erfurt gemacht haben. Damit hat sich die Fahrzeit, dank eines Staus, insgesamt fast verdoppelt. Bis zum Zeitpunkt des Staus war alles gut. Danach kippte etwas die Stimmung. Auf der Fahrt von Erfurt nach Hause schlief er zum Glück schnell ein, sodass wir mit einem „blauen Auge“ davon gekommen sind.

Alles in allem war die Hin- und Rückfahrt mit dem Auto ganz entspannt. Mal schauen, wie es bei der nächsten größeren Reise wird.

Sohn und Papa in Quedlinburg. Aufgenommen mit einer Praktika Mtl 5B und einem Ilford HP5.

Sohn und Papa in Quedlinburg. Aufgenommen mit einer Praktika Mtl 5B und einem Ilford HP5.

2. Die Übernachtung

Was ist ein Tag, der mit zu wenig Schlaf beginnt? Genau, ein ziemlich anstrengender Tag. Egal ob Mama, Kind oder Papa. Genügend Schlaf ist für alle wichtig. Unsere Unterkunft, sehr hübsche AirBnB Wohnung, hatte einen kleinen Haken: Wohn- und Schlafzimmer waren quasi ein Raum. Somit waren wir angehalten ab dem Zeitpunkt des Zubettgehens unseres Kleinen, uns ruhig und lärmarm zu verhalten. Das schränkt natürlich etwas ein. Wir machten einfach das Beste daraus und nutzen die Tage, um etwas Schlaf nachzuholen (Wir gingen einfach eher ins Bett als sonst ;)).

Die Nächte blieben, bis auf die üblichen Unterbrechungen, störungsfrei und so konnten wir alle ausreichend Kraft für unsere Erkundungstouren sammeln.

3. Die Routinen

Für Kinder sind gewisse Routinen hilfreich, und schaffen eine Vertrauensbasis, um die Eltern-Kind-Bindung zu festigen. Unser Tag ist daher relativ klar strukturiert (Dank geht an meine tolle Frau, die das im Auge behält): Aufstehen, Fertigmachen, Runde an der frischen Luft kombiniert mit Vormittagsschlaf, Mittagessen ggf. mit anschließendem Mittagsschläfchen (falls der Vormittagsschlaf ausfiel oder zu kurz kam), Variation von frischer Luft oder Spielzeit unterbrochen von einer kleinen Vesper und dann geht es schon langsam in den Abendrhythmus über.

So in der Art wollten wir das auch im Urlaub beibehalten, vor allem da wir kurz vorher auf Breinahrung umgestiegen sind. Da wir aber wussten, dass wir unterwegs nicht immer alles perfekt machen können, wurden kleinen Alternativen überlegt. Unterm Strich war unser Rhythmus angelehnt an unseren normalen Ablauf, mit kleineren Abweichungen. Der Sohnemann hat super mitgemacht und den Urlaub auch genossen.

Auch wenn es nur wenige Tage waren, die wir aus unserem Alltag entwichen sind, hat uns der Kurzurlaub einen guten Eindruck vermittelt, wie zukünftige Reisen aussehen könnten. Die — gefühlt — fünffache Menge an Gepäck war dabei die größte Erkenntnis. Vor allem für mich. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt wie sich zukünftige und länger dauernde Urlaube entwickeln werden, bin aber guter Dinge. Nur das mit der Erholung üben wir noch mal.

1 Kommentar

  1. Katrin sagt:

    Da muss einfach schauen was funktioniert:-) wir haben auch viel gelernt und hatten erstmal längere Urlaube gemacht damit man sich einspielen kann ^^ aber im dritten lebensjahr hat sie dann auch mal ein langes Wochenende gut verkraftet. Generell sind wir aber nicht so, dass wir ständig irgendwo hinfahren müssen was weiter ist, aber jeder ist anders 🙂

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